Springe direkt zu: Inhalt Hauptmenü

Der Weg (zurück) in den Beruf

  • Bianca Jänsch

    Bianca Jänsch, Erzieherin
    in der BRK-Kindertagesstätte
    "In den Kirschen", München:

    „Im Gegensatz zu früher bin ich jetzt viel mehr bei mir und kann ich selbst sein.“

    Frau Jänsch, wie lange arbeiten Sie bereits in einer Kindertagesstätte?

    Ich habe Jura studiert und längere Zeit im Büro gearbeitet. Aber dieser Beruf hat mich nicht erfüllt, daher war mir schon länger klar, dass ich mich verändern möchte. Daraufhin habe ich noch während der Elternzeit eine Samstagsschule für Externe besucht. Momentan stecke ich mitten im einjährigen Berufspraktikum. Danach werde ich hier in der Einrichtung als Erzieherin übernommen.

    Wie viele Kinder haben Sie?

    Ich habe zwei Kinder: einen fünfjährigen Sohn und eine dreijährige Tochter.

    Wie bringen Sie Job und Familienleben unter einen Hut?

    Meine Kinder gehen in dieselbe Kita, in der ich arbeite. Sie sind zwar nicht in meiner Gruppe, aber durch das Konzept der offenen Gruppen sehen wir uns oft.

    Was ist an Ihrem Beruf so besonders?

    Wenn ich nach Hause komme, weiß ich, dass ich etwas Sinnvolles gemacht habe. Man investiert viel in diesen Beruf, bekommt dafür aber auch eine Menge von den Kindern zurück. Da ich lange Zeit in einem anderen Job gearbeitet habe, weiß ich die schönen Seiten des Erzieherberufs besonders zu schätzen.

  • Michaela Stecher

    Michaela Stecher, Erzieherin
    in der BRK-Kindertagesstätte
    "In den Kirschen", München:

    „Man bekommt jeden Tag etwas von den Kindern zurück.“

    Frau Stecher, wie lange arbeiten Sie bereits als Erzieherin?

    Während meines Studiums zur Diplompädagogin habe ich bereits nebenbei als Kinderpflegerin gearbeitet. Danach war ich längere Zeit bei einem privaten Bildungsträger im Büro beschäftigt. Als Erzieherin arbeite ich erst seit einigen Monaten.

    Weshalb haben Sie sich entschieden, wieder in einer Kita zu arbeiten?

    Ich wollte wieder etwas mit Kindern machen. Als Erzieherin kommt es sehr stark darauf an, deine Stärken gezielt einzusetzen. Wenn man weiß, was man kann und wohin man möchte, hat man in diesem Beruf sehr viele Möglichkeiten.

    Haben Sie sich durch Ihren Beruf verändert?

    Ich bin durch meinen Beruf viel positiver eingestellt als früher, denn es kommt so viel von den Kindern zurück. Wenn ich nach Hause komme, habe ich das Gefühl, dass ich etwas erledigt habe. Ich habe einfach wahnsinnig viele positive Geschichten zu erzählen.

    Sind Sie mit Ihrer Berufswahl zufrieden?

    Ja sehr, denn die Kinder sind immer offen und ehrlich und bringen mir unheimlich viel Wertschätzung entgegen. Ich weiß das besonders zu schätzen, da ich vorher im Büro gearbeitet habe. Außerdem sind die Arbeitszeiten super, vor allem Mütter können ihr Privatleben sehr gut regeln.

  • Halime Telci

    Halime Telci, Erzieherin
    in der BRK-Kindertagesstätte
    "In den Kirschen", München:

    „Durch meine Arbeit habe ich mich persönlich enorm weiterentwickelt.“

    Frau Telci, wie haben Ihre Eltern damals auf Ihre Berufswahl reagiert?

    Meine Eltern waren mit meiner Wahl sehr zufrieden. Sie wussten, dass ich immer schon gerne mit Kindern zusammen war. Schon während des ersten Praktikums habe ich von meiner Familie große Unterstützung und Zuspruch erhalten.

    Sie haben zwei Kinder. Weshalb haben Sie sich nach der Elternzeit dafür entschieden, wieder in den Beruf einzusteigen?

    Durch die Geburt meines Sohnes und meiner Tochter war ich insgesamt fünf Jahre in Elternzeit. Als mein Sohn in den Kindergarten kam, war für mich der Anreiz sehr groß, wieder arbeiten zu gehen. Es ist zwar ein anstrengender, aber auch ein anspruchsvoller und wunderschöner Beruf.

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder?

    Da meine Familie aus der Türkei stammt, hatte ich anfangs die Befürchtung, dass die Eltern mir gegenüber Vorurteile haben könnten. Das hat sich aber überhaupt nicht bewahrheitet. Ganz im Gegenteil: Ich war positiv überrascht, wie herzlich sich die Zusammenarbeit gestaltet.

    Worauf sind Sie besonders stolz?

    Ich habe mehrere Fortbildungen zum Thema Kreative Förderung absolviert. Ob mit Holz, Ton oder Papier – ich fördere die Kinder mit den verschiedensten Materialien. Durch diese kreativen Übungen machen die Kinder riesige Fortschritte. Diese Entwicklung mitzuerleben, erfüllt mich immer wieder mit Freude.

  • Monica Pehlgrimm

    Monica Pehlgrimm, Erzieherin
    in der BRK-Kindertagesstätte
    "In den Kirschen", München:

    „Kinder können sich nur entwickeln, wenn man sie aktiv mitarbeiten und teilnehmen lässt.“

    Frau Pehlgrimm, haben Sie selbst Kinder?

    Ja, ich habe eine Tochter. Sie ist gerade eineinhalb Jahre alt.

    Wie lief Ihr Wiedereinstieg in den Beruf ab?

    Ich wurde von meiner jetzigen Arbeitsstelle super unterstützt. Man ist mir sehr entgegengekommen und hat meine Wünsche respektiert. Meine Tochter geht in dieselbe Einrichtung, in der ich arbeite. Das ist ideal. Für Erzieherinnen und Erzieher mit eigenen Kindern ist der Arbeitsalltag sehr gut zu organisieren.

    Was sind besonders schöne Momente?

    Ich begleite die Kinder von der Krippe bis zur Einschulung. So bekomme ich die komplette Entwicklung mit. Gerade für Kinder, die anfangs Probleme haben sich zu integrieren, bin ich eine wichtige Bezugsperson. Und die Wertschätzung der Eltern ist natürlich auch etwas Besonderes.

    Was können Sie bewegen?

    Vor einiger Zeit war ein Mädchen in meiner Gruppe, die an einer Erbkrankheit leidet. Sie hat anfangs kaum gesprochen und sich sehr zurückgezogen. Doch durch motorische und sprachliche Übungen hat sie große Fortschritte erzielt. Sie wurde auch von den anderen Kindern sehr gut aufgenommen und hat viele Freunde gefunden.