Bayern

Nicole Dauer malt den Herzwerker Schriftzug als Lighttag.

Mädchen

(TEIL-)STATIONÄRE
HILFEN ZUR
ERZIEHUNG.

 

Es gibt familienergänzende (teilstationäre Einrichtungen, z. B. eine Heilpädagogische Tagesstätte) und familienersetzende (stationäre Hilfen, z. B. in Notwohnungen, Heimen, Wohngruppen, Pflegefamilien) Hilfen zur Erziehung.

Häufig in Wohngruppen innerhalb und außerhalb der Heime leben Kinder und Jugendliche, deren Eltern – vorübergehend oder dauerhaft – mit der Erziehung überfordert sind.

Wohngruppen sind familienähnlich strukturiert. Jedes Kind hat eine feste Bezugsperson. Wie in einer Familie werden Freizeit, Wochenenden und Ferien gemeinsam geplant und gestaltet – und natürlich auch das Lernen und die Hausarbeit.

 
Alltag in der Wohngruppe
Mädchen mit Teddy

Oft haben die betroffenen jungen Menschen auch selbst Probleme wie Ängste oder Depressionen, Aggressivität oder Hyperaktivität, Entwicklungs- oder Lernstörungen. Darum wird jedes Kind individuell gefördert. Das multidisziplinäre Team (z. B. aus Sozialpädagogen, Sozialpädagoginnen, Erzieher, Erzieherinnen, Psychologen und Psychologinnen u. a.) arbeitet eng mit den Eltern, dem Jugendamt und mit anderen Fachdiensten zusammen. Wichtige Ziele von stationären wie von teilstationären Einrichtungen sind z. B.:

  • die Beziehungen in den Familien zu verbessern
  • traumatische Erlebnisse zu therapieren
  • Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen.

Können Jugendliche nicht in ihre Familie zurückkehren, bleiben sie in ihrer Gruppe und werden später ambulant betreut, bis sie selbständig wohnen und leben können.

Eine besondere Variante ist die Unterbringung in Pflegefamilien.

Es gibt zwei Modelle: die Tagespflege und die Vollzeitpflege. Letztere wird vom Jugendamt im Rahmen der Erziehungshilfe für Kinder und Jugendliche für einen bestimmten Zeitraum oder auch auf Dauer vermittelt. Dabei berät das Jugendamt sowohl die Herkunfts- als auch die Pflegefamilie während des gesamten Prozesses.