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Herzwerker in Kempten

Oktober 2014

In Kempten wird es noch einmal so richtig warm, bevor der Herbst über hereinbricht. Die Jugendlichen genießen nach der Schule die letzten warmen Sonnenstrahlen im Stadtpark. Nur acht Schauspieler proben fleißig auf eine szenische Berufsberatung hin. Eindrücke aus der Probenwoche haben drei der Jugendliche hier geschildert.

Tamara Krug – 14 Jahre, Städtische Realschule Kempten

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Morgen ist der Tag an dem alles stimmen muss. Wir proben ja nicht in der Schule, sondern im neu errichteten Veranstaltungssaal. Der Allgäustift ist auf der anderen Seite der Stadt. Heute früh wurden noch die letzten Lampen in die Decke angebracht. Die Handwerker waren sauer, weil nichts passt wie bestellt. Während die Handwerker also mit Hochdruck den Raum vorbereiten, arbeiten wir am Feinschliff unserer Herzwerker-Show. Draussen fahren noch die Bagger herum. Alles ist so laut. Ich verstehe langsam, warum sich Herzwerker schwer tun über ihren Beruf zu erzählen. Ein Handwerker muss ja nur zeigen was er gemacht hat. Ein Herzwerker hilft Menschen, aber man sieht nichts von dem. Ich hoffe, dass es uns gelingt die Show gut hinzubekommen. Ich bin jetzt schon aufgeregt.

 

Tim Wänke – 15 Jahre, Städtische Realschule Kempten

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Alle waren gespannt auf die Premiere und alles hat geklappt. Der Bürgermeister Herr Meyer und alle anderen waren sehr zufrieden mit uns. Richard Hausegger hatte heute seine Prüfung. Jetzt ist er Heimleiter eines Altenheims. Viele denken, man kann keine Kariere als Altenpfleger machen. Aber das ist falsch. Herr Hausegger ist heute früh nach Regensburg gefahren und hat seine Prüfung geschrieben. Dann ist er ins Auto gestiegen und zurück zur Generalprobe nach Kempten gefahren. Der war so stolz, als er von der bestandenen Prüfung erzählen konnte. Mir hat es besonderen Spaß gemacht seine Geschichte nachzuspielen. Bei der Arbeit fährt er gerne mit Dementen ins Freilandmuseum. Alte Menschen erinnern sich beim Anblick von alten Bauernhöfen an ihre Kindheit. Plötzlich werden sie alle kindlich, obwohl sie alt sind. Bei dieser Geschichte gab es am meisten Applaus.

Darstellung der Szene im Freilandmuseium

 

Maximiliam Epp – 14 Jahre, Städtische Realschule Kempten

Freitag, 17.Oktober 2014

Heute hatten wir die letzten zwei Aufführungen von unserem Herzwerker Projekt vor den Schülern der siebten, achten und neunten Klassen. Wie am Vortag, war der Erzieher aus dem Kindergarten krank. Wir mussten improvisieren. Leah hat sich einfach auf dem Talksessel gesetzt und von dem Beruf des Erziehers erzählt. War schon beeindruckend, wie sie das konnte. Sie hat schon für das Spielmobil gearbeitet, und Kinder betreut. Man kann damit sogar sein Taschengeld aufbessern. Ich überlege es mir auch. Die Aufführungen waren echt cool, der Abbau weniger. Ich hatte am Anfang bedenken, dass meine Klassenkameraden das Ganze langweilig finden würden. Aber die waren voll dabei. Die Geschichten waren aber echt gut. Mir hat besonders gefallen, wie Leah eine durchgedrehte Jugendliche gespielt hat. Der Erzieher musste die wieder beruhigen, und das ohne selbst aggressiv zu werden. Fabian Wagner arbeitet in einer Jugendhilfeeinrichtung. Er hat uns ein paar Tricks gezeigt wie das geht. Cooler Job.